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Nachrichten

2. April – Weltautismus Tag „Typisch ist ein schwieriges Wort wenn es um Autismus geht“

02/04/2019 


Autistische Menschen sind genauso unterschiedlich und individuell wie Nichtautisten
Autismus wird von der Weltgesundheitsorganisation zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen gerechnet. Es ist eine angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns, die sich schon im frühen Kindesalter bemerkbar macht. Autismus ist keine Krankheit, sondern Autismus ist eine Art zu sein, eine Wesensart, ein Naturell.
Experten sprechen von Menschen im „Autismus Spektrum“.
In den aktuellen Diagnosekriterien wird zwischen frühkindlichem Autismus (Kanner-Syndrom) und dem Asperger-Syndrom unterschieden, das sich oftmals erst nach dem dritten Lebensjahr bemerkbar macht. Zur Unterscheidung der verschiedenen Ausprägungen dient das Autismusspektrum (Autismus-Spektrum-Störung ASS).
Die genaue Abgrenzung ist jedoch  schwierig, da die Verläufe fließend sind.

Menschen mit einer autistischen Störung nehmen die Welt anders wahr
Oft orientieren sie sich an Details und haben Mühe eine Situation ganzheitlich zu erfassen. Sie suchen selten den Blickkontakt und können die Stimmung ihres Gegenübers aus dessen Gesicht kaum erkennen. Sie haben eine ausgeprägte Faszination für Licht und glänzende Oberflächen, Angstreaktionen bei speziellen Geräuschen, eine Vorliebe für kräftige Körperkontakte, auffälliges Beriechen von Oberflächen oder Ertasten von Gegenständen.
Diese Schwierigkeiten führen dazu, dass Kinder oder Erwachsene mit Autismus große Probleme haben, ihre Umwelt als sinnvolles Ganzes zu verstehen.
Ihre Lernmöglichkeiten sind dadurch beeinträchtigt. Betroffenen fällt es schwer, sich in ihre Mitmenschen einzufühlen und adäquate Beziehungen zu ihnen aufzubauen.

Das Spektrum reicht von schwachen bis schweren Formen; von Menschen, die große Schwierigkeiten haben sich auszudrücken und bei geistigen Tätigkeiten unterdurchschnittlich abschneiden, bis zu jenen, die hochintelligent sind und keinerlei Probleme mit der Sprache haben.
Charakteristisch ist allerdings immer die Schwierigkeit, mit anderen in Verbindung zu treten
Autisten nehmen die Welt anders wahr. Mit all ihren Sinnen sind sie stets auf Empfang, unfähig unwichtige Reize auszublenden und den Blick vom Detail auf das Ganze zu lenken. Das kann so viel Stress erzeugen, dass sie sich von der Außenwelt abkapseln.

In Österreich leben um die 87.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer Autismus-Spektrum-Störung
Laut internationalen Schätzungen ist ein Prozent der Gesamtbevölkerung eines Landes von einer Autismus-Spektrum Störung betroffen und hier sind mehr Jungen und Männer als Mädchen und Frauen.
Autismus lässt sich derzeit noch auf keine klare Ursache zurückführen.
Die Vermutung der Erblichkeit beruht unter anderem auf der schon von Hans Asperger beschriebenen Beobachtung, dass Personen mit „autistischer Psychopathie“ fast immer mindestens einen Elternteil haben, der ähnliche Persönlichkeitsmerkmale aufweist.

Auf Grund ihrer Besonderheit haben Autisten auch besondere Fähigkeiten
Menschen mit Asperger-Syndrom, die anscheinend von Kindheit an für einen bestimmten Beruf prädestiniert zu sein scheinen, stoßen in der modernen Arbeitswelt, in der es immer mehr auf Mobilität, Flexibilität, Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeiten ankommt, auf große Schwierigkeiten.
Inwieweit es ihnen gelingt, eine ihrem „Sein“ entsprechende Nische zu finden, hängt sowohl von den Menschen mit denen der Autist zusammenarbeiten muss, als auch von den bereitgestellten Arbeitsbedingungen ab.
Die besonderen Fähigkeiten von Menschen mit Asperger-Syndrom wie logisches Denken und präzises Arbeiten sind zum Beispiel in der IT-Branche sehr wertvoll. Mittlerweile werden gezielt Stellen für Asperger-Autisten angeboten. Bei der Zusammenarbeit mit Kunden werden sie durch Coaches unterstützt.

Ich denke, wenn ich kein Asperger hätte, wäre das hier nicht möglich gewesen“
„Zitat Greta Thunberg“ 16 Jahre, schwedische Klimaaktivistin

Österreichische Autistenhilfe

Specialisterne Austria-Naturtalente für Mangeberufe fördern

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