Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen einen bedarfsgerechteren Service bereitstellen zu können. Um Ihnen auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte und für Sie relevante Informationen bereitstellen zu können, werden auf dieser Website mithilfe von Cookies Informationen über Sie und Ihr Nutzungsverhalten gesammelt und gespeichert. Cookies sind kleine Textdateien, die von einem Website-Server auf Ihrem Computer oder sonstigen Geräten zur Internetnutzung abgelegt werden. Ihr Webbrowser sendet diese Cookies bei jedem Besuch an die Website zurück. Dies ermöglicht es uns, Sie bei einem erneuten Besuch der Seite zu identifizieren und Informationen bzgl. Ihrer Präferenzen, zu speichern. Weitere Informationen zu Cookies und ihrer Funktionsweise finden Sie unter: https://www.aboutcookies.org/ Bei jedem Besuch unserer Website werden mithilfe der Cookies und anderen Technologien Informationen gespeichert. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit unserer hier beschriebenen Verwendung von Cookies einverstanden. Weiterlesen

Close

Nachrichten

Männer in der Pflege – Männer pflegen anders!

22/07/2019 


Beitrag Männer in der Pflege Malteser Care MC

MÄNNER IN DIE PFLEGE – MÄNNER PFLEGEN ANDERS!

Die Zahl pflegebedürftiger Menschen steigt stetig. Bleibt die Pflege reine Frauensache, droht bald der Kollaps des Systems. Was fehlt, sind männliche Vorbilder, die anderen Männern die Angst vor dieser Berufswahl nehmen.

Um zu zeigen, dass Männer für diesen Beruf höchst qualifiziert und geeignet sind, habe ich unseren – derzeit einzigen – Case und Care Manager Robert Heindl einen Tag lang in Oberösterreich zu seinen Klienten begleitet.

Unser erster Besuch führte uns zu bei einem Ehepaar. Der Mann benötigt nach einer schweren Erkrankung palliative 24-Stunden-Pflege und -Betreuung. Pfleger Istvan kümmert sich sehr professionell und mit größter Fürsorge um seinen Klienten. Die Ehefrau des Kranken sprach mit hoher Anerkennung und großer Dankbarkeit über „ihren Istvan“, ohne den es nicht möglich wäre, ihren Mann zu Hause zu betreuen.
Als nächstes durfte ich zwei Damen kennenlernen, die in einem gemeinsamen Haushalt leben und von zwei Pflegerinnen unterstützt werden. Im Gespräch erfuhr ich, dass die beiden gerade von der Malteser-Wallfahrt aus Lourdes zurückgekehrt waren, von der sie in höchsten Tönen schwärmten. Abgesehen von der großartigen Organisation der Wallfahrt unterstrichen beide, dass im Vergleich zu früher auffällig viele männliche, ehrenamtliche Betreuer die Wallfahrt begleitet hätten. Auch mit der Betreuung durch ihren Case Manager Robert Heindl seien sie ausgesprochen zufrieden.

Beitrag Männer in der Pflege Malteser Care MC

Berufswahl als Wink des Schicksals

Am Weg zu Robert Heindls nächster Klientin hatten wir Zeit, über seine Berufswahl zu sprechen. Ursprünglich hatte er eine vierjährige Kochlehre abgeschlossen und arbeitete nebenbei ehrenamtlich für die Rettung in Linz. So kam er in regelmäßigen Kontakt mit dem dortigen Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz, wo er schließlich als Stationsgehilfe tätig wurde.
Die damalige Stationsschwester, Schwester Ermelinde, schlug ihm vor, die Aufnahmeprüfung für das Diplom des Gesundheits- und Krankenpflegers zu machen, was Robert Heindl zunächst kategorisch ablehnte. Doch Schwester Ermelinde meldete ihn heimlich für die Prüfung an und stellte ihn vor vollendete Tatsachen.
Nach Ausbildung und bestandenen Prüfungen begann Robert Heindls Karriere als diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger. Die letzten 23 Jahre arbeitete er sowohl im stationären Bereich als auch in der mobilen Hauskrankenpflege und in einem medizinischen Labor. Seit fünf Jahren ist er nun bei Malteser Care beschäftigt. Zusätzlich hat Robert Heindl noch eine Ausbildung als Kontinenz- und Stomaberater absolviert und arbeitet ehrenamtlich für die Aidshilfe in Linz.

Neuer Pflegestil

Für Robert Heindl ist sein Beruf, wie er selbst sagt, Berufung. Das spürt und sieht man auch. Er macht seine Arbeit mit hoher fachlicher Kompetenz und strahlt auch in schwierigen und stressigen Situationen Professionalität, Ruhe, Vertrauen und Humor aus. Seine Klienten fühlen sich von ihm unterstützt und umsorgt, seine Kolleginnen sowie die Pflegerinnen und Pfleger schätzen die Zusammenarbeit mit ihm sehr.
Nach einer weiteren Pflegevisite bei einer Klientin, einem Betreuerinnenwechsel und der Neuaufnahme eines Klienten fuhren wir noch zu den Meldestellen der Bezirksämter, um die An- bzw. Ummeldungen der Personenbetreuerinnen vorzunehmen. Hier endete für mich die Tour, doch für Robert war der Arbeitstag noch lange nicht vorbei. Zu Hause mussten noch Rückrufe getätigt werden, Informationen dokumentiert und die Abläufe für den nächsten Tag geplant und vorbereitet werden.
Seit meiner Tour mit Robert bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass Pflege nicht „unmännlich“ ist. Ganz im Gegenteil: Männliche Pfleger können zu einer sehr positiven und notwendigen Balance im Gesundheitsbereich beitragen. Es benötigt nur – wie so oft – mehr Akzeptanz und ein Umdenken der Gesellschaft.

MALTESER Care GmbH

Margaretenstraße 22/3 - 1040 Wien - Österreich | T: +43 1 361 97 88 | E: office@malteser.care