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30. Mai – Welt Multiple Sklerose Tag – „MiteinanderStark“

30/05/2020 


MS ist die häufigste Erkrankung des zentralen Nervensystems bei jungen Erwachsenen

Schätzungsweise sind weltweit 2,5 Millionen Menschen davon betroffen, in Österreich leben an die 12 000 an MS erkrankte Personen. Die Erkrankung bricht meistens im jungen Erwachsenenalter zwischen 20 und 40 Jahren aus. Bei Frauen ist das Risiko an MS zu erkranken doppelt so hoch wie bei Männern.
Der seit 2009 jedes Jahr am 30. Mai stattfindende Internationale Multiple Sklerose Tag soll auf die Erkrankung und vor allem auf ihre unsichtbaren Symptome und Auswirkungen aufmerksam machen und sensibilisieren.
MS bedeutet Multiple für „viele“ und Sklerose von Skleros (hart) abstammend, Narben. Dieser Ausdruck beschreibt die Schädigungen im Bereich von Gehirn und Rückenmark, dem sogenannten zentralen Nervensystems.

In Bewegung mit Multipler Sklerose

Während der COVID-19-Pandemie mussten die meisten Menschen mit Multipler Sklerose auf Rehabilitations- und Physiotherapie-Sitzungen verzichten. Dies kann sich während und nach dieser Zeit negativ auf die körperliche und geistige Gesundheit auswirken. So laufen Menschen mit Multipler Sklerose aufgrund der plötzlichen Auswirkungen der Situation auf ihr tägliches Leben Gefahr, Angstzustände, Stress und Depressionen zu bekommen.

Die Forschung unterstützt und unterstreicht die Vorteile von Bewegung und körperlicher Aktivität für Menschen mit Multipler Sklerose – sowohl im Hinblick auf das Krankheits- und Symptommanagement als auch auf die Lebensqualität.

Damit Menschen mit Multipler Sklerose auch während der COVID-19-Pandemie in Bewegung bleiben, hat die Europäische Multiple Sklerose Plattform (EMSP) mit MoveToSport, einer flämischen gemeinnützigen Organisation, die Rehabilitations- und Physiotherapie-Dienstleistungen für Menschen mit MS anbietet, und Almirall das Online-MS-Übungsprogramm „Mit Multipler Sklerose in Bewegung bleiben“ entwickelt.

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MS ist die Erkrankung mit den vielen Gesichtern

MS ist eine Autoimmunerkrankung, das heißt, dass das eigene Immunsystem das Nervensystem schädigt, doch bleiben die Auslöser dieser Reaktion weiterhin ein Rätsel.
Heute wissen wir, dass MS eine entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems  ist, die bei jedem Betroffenen unterschiedlich verlaufen kann.
Das zentrale Nervensystem steuert das Denken, die körperlichen Aktivitäten und Funktionen per Signalübermittlung. Die einzelnen Signale werden über Nervenfasern übertragen. Diese Nervenfasern sind wie elektrische Kabel mit einer Art Schutz- bzw. Isolierschicht umgeben, dem sogenannten Myelin. Kommt es zu einer, durch einen immunologischen Prozess ausgelösten Entzündung im Bereich des Myelins, entstehen Übertragungsfehler. Dies äußert sich in den jeweiligen Symptomen wie Kribbeln, Gefühlsverlust, Sehstörungen und Schwierigkeiten beim Gehen.
Welche Symptome auftreten, hängt davon ab, welcher Teil des zentralen Nervensystems betroffen ist.
Kommt es zu neuen Störungen mit entsprechenden Entzündungsherden kommt es zu einem Schub, der über Stunden oder Tage andauern kann, die Symptome können sich vollständig oder unvollständig zurückbilden. Über die Zeit kann es durch die unvollständige Rückbildung der Ausfälle zu einem Anstieg der Behinderungen kommen.

Betroffene leiden unter den unsichtbaren Symptomen der MS Erkrankung

Fatique-chronische Müdigkeit
Blasen und Darmprobleme
Hitzeempfindlichkeit
Depression
Gedächtnisprobleme
Schmerzen
Sexuelle Probleme
Sensibilitätsstörungen

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Die Diagnose

MS kann nicht an Hand eines einzigen Tests festgestellt werden, die Diagnose der Erkrankung erfolgt durch mehre neurologische Untersuchungen und setzt sich aus einer Kombination mehrerer Befunde zusammen. Wesentlich sind der Nachweis von im Verlauf der Zeit wiederholt auftretenden entzündlichen Herden in Gehirn, Rückenmark und Sehnerv und der Nachweis, dass diese Herde an jeweils unterschiedlichen Stellen entstehen. Von großer Wichtigkeit ist auch der Ausschluss einer großen Zahl anderer Erkrankungen, die einer MS Erkrankung ähneln können.

Die Therapien

MS kann je nach Krankheitsstadium auf unterschiedliche Weise behandelt werden. Einerseits werden akute Schübe mit Corticosteroiden therapiert. Um den Verlauf der Erkrankung zu beeinflussen, wird nach der sogenannten Stufentherapie mit immunmodulatorischen bzw. immunsuppressiven Medikamenten vorgegangen.
Die symptomatische Therapie ist die 2.Säule im Therapiemanagement und richtet sich gezielt auf die Verbesserung der einzelnen Symptome.
Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie können je nach Art der Erkrankung positive Effekte haben, ebenso wie Spaziergänge, Radfahren, Nordic Walken, Yoga, Pilates und Thai Chi.

Schaffen wir Bewusstsein für die unsichtbaren Symptome und Auswirkungen von MS und deren Einfluss auf die Lebensqualität der Betroffenen

World MS Day

Österreichische Multiples Sklerose Gesellschaft

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MALTESER Care GmbH

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