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14. November – 30 Jahre Weltdiabetestag und 100 Jahre Insulin

12/11/2021 


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Motto 2021: „Zugang zur Diabetesversorgung: Wenn nicht jetzt, wann?“

Ein Jahrhundert nach seiner Entdeckung bleiben Insulin und andere grundlegende Komponenten der Diabetesbehandlung für viele, die sie benötigen, unerreichbar. Dies muss sich ändern.

100 Jahre Insulin

Zum diesjährigen Weltdiabetestag feiern wir weltweit auch das 100-jährige Jubiläum der Entdeckung des Insulins durch Frederick Banting.

Am 27. Juli 1921 gelang den Medizinern Frederick Banting und Charles Best erstmals die Isolierung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse von Hunden. Sie legten damit den Grundstein für die erste wirksame Behandlung des Diabetes mellitus.

Obwohl die Symptome des Diabetes seit der Antike bekannt waren, stellte der Typ-1-Diabetes (der damals noch nicht so genannt wurde) noch vor hundert Jahren eine tödlich verlaufende Krankheit dar, denn es gab kaum Behandlungsmöglichkeiten. Durch stark kohlenhydratreduzierte Ernährung konnten die Erkrankten ein oder zwei Jahre überleben, bevor sie dann abgemagert ins diabetische Koma fielen und verstarben. Doch dank der bahnbrechenden Leistung der kanadischen Forscher gab es plötzlich Hoffnung.

Aufbauend auf ihre Erfolge bei der Insulinisolierung injizierten Banting und Best am 30. Juli 1921 einem pankreatektomierten Hund als Erstem Insulin und konnten damit eine Blutzuckersenkung von 40 % erreichen. Sie entwickelten ihre Entdeckung weiter und testeten verschiedene Extraktionsmöglichkeiten und Aufbereitungsformen für das neu entdeckte Hormon.

Trotz einiger Rückschläge gelang ihnen einige Monate später ein weiterer entscheidender Durchbruch: Am 23. Januar 1922 injizierten sie dem 13-jährigen Leonard Thompson tierisches Insulin und konnten so seine gefährlich hohen Blutzuckerwerte senken . Schon nach wenigen Tagen erholte sich der vorher lebensbedrohlich erkrankte Junge, der noch 13 Jahre mit dem Insulin lebte, bevor er 1935 an einer Lungenentzündung verstarb. Weitere PatientInnen folgten kurz darauf, die ebenfalls erfolgreich behandelt werden konnten, und so stand erstmals eine wirksame Therapie des Typ-1-Diabetes zur Verfügung.

Wer an Diabeters erkrankt, erkrankt auch an den Folgeerscheinungen

Diabetes stellt eine der größten Herausforderungen für die Gesundheitssysteme industrialisierter Staaten dar, nicht nur, weil es um viele Menschen geht, sondern auch weil die Erkrankung besonders komplex ist.

Als Stoffwechselerkrankung löst sie im gesamten Körper Prozesse aus, die zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen können. Trotz vieler Verbesserungen in der Behandlung, durch die Komplikationen vermieden werden können, liegt die Lebenserwartung von Diabetikern noch immer unter jener der Durchschnittsbevölkerung.
Dies ist vor allem durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bedingt, die typische Begleiterkrankungen der Diabetes sind.

Die Komplexität der Diabetes äußert sich aber auch dadurch, dass jeder betroffene Mensch seinen gewohnten Lebensstil ändern sollte, um die Erkrankung bestmöglich zu meistern. Ein wichtiger Teil dieser Verhaltensänderung ist auch die regelmäßige Kontrolle bestimmter physischer Parameter wie Blutzucker und Gewicht.

Spezielle Pflege und Betreuung bei Diabetes

Weltweit waren 2020 mehr als 469 Millionen Erwachsenen an Diabetes mellitus ( DiabetesTyp 2 ) erkrankt. In Österreich leben 800.000 Menschen mit der Erkrankung Diabetes. Dazu kommen noch 350.000 mit der Vorstufe, dem sogenannten Prädiabetes. Insgesamt leiden in Österreich also mehr als 1,1 Mio. Menschen an einer Störung des Zuzckerstoffwechsels.

Je nach Grad ihrer individuellen Einschränkungen und Situation benötigen pflegebedürftige Menschen mit Diabetes mellitus eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene, professionelle Unterstützung bei der Pflege zu Hause.

Sollten Sie oder ein Angehöriger an Diabetes erkrankt sein und Beratung, Hilfe und Unterstützung benötigen, dann kontaktieren sie bitte unser kompetentes Team von MALTESER Care.

MALTESER Care GmbH

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